Physiotherapie bei Inkontinenz

Was umgangssprachlich als "Blasen­schwäche" bezeichnet wird, kennen viele Frauen und auch einige Männer: Beim Husten, Niesen und Lachen, aber auch beim Heben schwerer Lasten geht unfreiwillig etwas Urin verloren.

Der unkontrollierte Harnabgang ist in den meisten Fällen die Folge einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und wird als Stress- oder Belastungs­inkontinenz bezeichnet.

Andere weit verbreitete Probleme sind die "Reizblase" mit ungewöhnlich häufigem Drang bei nur schwach gefüllter Blase und die Dranginkonti­nenz, bei der ungewollter Harnverlust mit einem heftigen Drang gepaart ist.
Nicht selten sind diese Symptom­komplexe vermischt.

Viele scheuen den Gang zum Facharzt, obwohl die Inkontinenz ihre Lebens­qualität teilweise erheblich beeinflusst oder denken, dass Blasenschwäche altersbedingt und damit unabänderlich ist.


 



Sie können jedoch etwas gegen Ihre Inkontinenz tun!
Zunächst ist es wichtig, die Ursache mit Ihrem Arzt - Gynäko­loge oder Urologe - abzuklären (Die Frauenarztpraxis meiner Empfeh­lung: Dr. Maar / Dr. Schmid). Sehr häufig ist die Ursache eine zu schwache Becken­boden­muskulatur. Auch können Sen­kungen der Bauch­organe bei Frauen mitbeteiligt sein.

Bei leichten bis mittelschweren Formen der Stress- und Dranginkontinenz ist mit einem gezielten Beckenboden­training bei 70 - 80% der Betroffenen eine deutliche Verbesserung oder sogar Heilung zu erzielen!

Darüber hinaus gibt es neben dem Einsatz von Medikamenten auch das sogenannte Miktionstraining, das die Therapie vor allem bei Reizblase und Dranginkontinenz unterstützt.

In der Einzeltherapie können auch Biofeedbackmethoden zur Anwendung kommen, die dabei helfen, die richtige Muskulatur anzusteuern.